Betet freie Schweizer, betet!

Text der Nationalhymne soll angepasst werden

Die SGG (http://sgg-ssup.ch) findet den Text der Schweizer Nationalhymne verstaubt und nicht mehr zeitgemäss. Aus diesem Grund lanciert sie einen Wettbewerb, bei dem der Hymne bis 2015 ein neuer Text verpasst werden soll. Die Bevölkerung wird eingeladen, neue Versionen zur jetzigen Nationalhymne von 1841 einzusenden. Das Gerüst der Melodie hingegen soll nach Auffassung der SGG nicht abgebrochen werden. Der Schweizerpsalm geht zurück auf den Zürcher Protestanten Leonhard Widmer, und zwar in bestimmter Absicht: den erbitterten Glaubensstreit zwischen Protestanten und Katholiken zu überbrücken. Sein katholischer Freund Pater Alberich Zwyssig vertonte das Gedicht wenig später.
Damals erweckte dieses Lied ein Heimatgefühl und ein Gefühl der Hoffnung. Beten war hochoffiziell eine gute Möglichkeit, schwere Zeiten durchzustehen. Wie sieht es heute aus? Wenn Fussballspieler die Nationalhymne singen: Achten sie sich darauf, was der Text meint? Und wie sieht es bei den Kirchen aus: Haben wir uns schon einmal mit dem Text der Hymne beschäftigt? Ahnt die Schweizer Bevölkerung, dass Gott hinter allem steht, dass er der Schöpfer von allem ist? Die früheren Schweizer schienen dies jedenfalls zu tun, heisst es doch in der Hymne: „Eure fromme Seele ahnt Gott den Herrn im hehren Vaterland.“
Grundlage für den neuen Text soll die Präambel der Bundesverfassung sein, welche 1999 vom Volk angenommen wurde. Die SGG sieht in dieser Vorgabe eine gute Möglichkeit, die Aussagekraft der demokratischen Verfassung zurück ins Bewusstsein der Bevölkerung zu holen. In der Präambel ist von Gott die Rede. Trotzdem ist der heutige Gottesbezug im Schweizerpsalm gefährdet. Vielleicht sollten sich die Leuten aus den Kirchen selbst ans Schreibpult setzen, wenn sie Gott in der Nationalhymne erhalten möchten. Wer weiss, gibt es genau in Ihren Reihen eine Person, welche es schafft, die Nationalhymne mit der gewünschten Frische umzutexten. So, dass darin der Gottesbezug auf zeitgemässe, unaufdringliche, nicht frömmlerische Art und Weise doch noch Platz hat.
Herzlich, Nadine Zuber/Markus Baumgartner
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